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Mittwoch, 16. März 2022

Überwachungsgesellschaft

Das Ende der Privatsphäre?

Die rasante Entwicklung der Informationstechnologien geht einher mit einem wachsenden Kontrollbedürfnis. Wir stehen vor einer Tendenz,bei der der Einzelne als Risikofaktor zu betrachtet wird und demzufolge beobachtet, registriert und bewertet werden muss.  

Demokratische Staaten entwickeln sich aus Angst vor Angriffen von außen und vor den eigenen Bürgern zu Überwachungsgesellschaften. Ohne unser Wissen werden immer mehr Daten von uns im Internet gesammelt, zu „Profilen“ verarbeitet und zu wirtschaftlichen und Informationszwecken ausgewertet. Passdaten sollen weitergegeben werden, private PCs werden von Geheimdiensten durchsucht. Ein brisantes Gemisch, das unsere Demokratie im Kern bedroht.

  

 

 

Weitere Informationen findest du auch hier:

 

1984 ist ein dystopischer Roman von George Orwell, in dem ein totalitärer Überwachungsstaat im Jahr 1984 dargestellt wird. Anschließend findest du eine Filmadaption aus dem Jahr 1956 in Schwarzweiß gedreht von Michael Anderson.

   

 

(progress 3, S. 119-120)

 

Videoüberwachung

1. Der Fall Tönnies

Im April 2008 berichtete das ARD-Magazin Report Mainz, dass bei Tönnies Mitarbeiter videoüberwacht wurden. Mit flächendeckenden Kameraüberwachungen sollen laut Zeugenaussagen Betriebsangehörige selbst in Umkleidekabinen und auf Toiletten gefilmt worden sein. Die Unternehmung räumte gegenüber Report Mainz die Videoüberwachung teilweise ein und begründete sie mit Hygienekontrollen. Das Reinigen der Hände und das Anziehen der Schutzkleidung werde überwacht. Gefilmt würden „Garderobenräume, […] keinesfalls aber Dusch- oder Umkleidekabinen. In allen Fällen erfolgt die Überwachung durch sichtbare Kameras. […] Die Arbeitnehmervertreter sind ebenfalls informiert und haben diesem System ausdrücklich zugestimmt.“ Allerdings gibt es bei Tönnies laut Gewerkschaft weder einen Betriebsrat noch eine andere gesetzlich legitimierte Arbeitnehmervertretung. Das Unternehmen beobachtete seine Mitarbeiter mit über 200 Kameras in allen betrieblichen Einrichtungen, auch im Dusch- und Umkleidebereich. Die Beweislage war eindeutig; Tönnies stimmte einem Bußgeld von 80.000 € zu. 

 

 

2) Videoüberwachung zu Hause und auf dem eigenen Grundstück

 

 


3) Videoüberwachung am Arbeitsplatz

 

 

 

 

4) Überwachung per Gesichtserkennung

 

Das Manuskript dazu findest du hier.

 

Weitere Informationen findest du auch hier:

 

(progress 3, S. 119-120)